Sonntag, 1. Februar 2015

Tragen im Winter - heute: Kombinationen in MaM

Ist kalt geworden, seit ich zuletzt gebloggt habe. Nicht immer, nicht dauernd, ich würds jetzt nicht als echten Winter bezeichnen wollen - aber es waren nun doch schon ein ganz paar Tage, an denen es ordentlich frisch war, und dieser fiese, miese Ostwind, der für mich persönlich mit zum Schlimmsten am Berliner Winter gehört, war auch schon öfter wieder da.

Schnatterbibber. Wie schön, dass der Jüngste inzwischen zwar sehr sicher läuft, unter anderem beim morgendlichen Sprint in den Kindergarten (wir sind immer spät dran, immer. Ich fürchte mich vor der Einschulung der Ältesten im Herbst) aber weiterhin getragen wird. So ein menschliches Wärmekissen auf dem Rücken oder vor der Brust ist was feines. Allerdings ist der Lütte inzwischen so lang, dass die erste Tragejacke langsam an ihre Grenzen gerät - seine Füße spitzen ein bißchen hervor, und mir ziehts dann dafür von unten in die Jacke. Bei herbstlichen Temperaturen, ok, da geht das noch. Aber mit dem Ostwind? Oder unter Null? Lassen wir das.
Ich brauch also eine Alternative und teste mich fröhlich durch das, was es so gibt. Bei mir und anderen.
Heute: das Allwettercover in Kombination mit dem "Cold-Weather-Insert" aus Polarfleece, beides von Manduca by MaM.




Super finde ich, dass der "Cold-Weather-Insert" auch einzeln ein vollwertiges Cover mit Träger-Kind Schal ist, windabweisend und kuschelig warm. Wenn es nicht gerade wie aus Eimern schüttet, oder aus Osten pustet, reicht das glaube ich schon ganz schön lange aus, ohne dass es zu kühl wird. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und einem Kind, was in einem Fleece- oder Wollwalkoverall steckt, war hier jedenfalls allen noch warm.
Clever finde ich das Knopfgummi, mit dem ich das Cover um mich herum mit nur einem Kopf befestigen kann, und die Kordelstopper, die die Covergröße für das Kind regulieren. Das Cover ist fix anzulegen, was insbesondere bei ungeduldigen Kindern wie meinem Sohn von Vorteil ist. Der junge Mann ist meist schon etwas ungehalten, wenn ich ihn endlich fertig angeplünnt in die Trage gesetzt oder ins Tuch gebunden habe. Langes Covergefummel führt dann auch gern mal zu Protestgekreisch und sich-wegdrücken, langmachen, am Tuch zerren oder anderen Unmutsbekundungen. Und bei mir zu Schweißausbrüchen, denn 11einhalb Kilo Zwergenbock und dann noch zweistimmiges "Maaaaaamaaaa, kannst du mal Schuhe zubinden/Jacke zumachen/Handschuhe anziehen helfen/Helm zuklicksen....", das ist dann echt Frühsport. Oktopus müßte man sein und achtarmig, wenigstens morgens. Ich schweife ab.

Der Cold-Weather-Insert kann entweder komplett über der Jacke getragen werden, oder vor der Brust auch mit geöffneter Jacke. Auch hier gilt wieder: abhängig von der Temperatur. Der Schalkragen für den Träger zeichnet sich, ebenso wie die Kopföffnung fürs Kind, durch individuell mittels Druckknopfleisten regulierbare Weite aus. Eine schöne Alternative zu den sonst üblichen Kordeln, in denen ich mich häufiger mal verheddere. Der Schalkragen selbst ist ebenfalls abknöpfbar.
Fazit: als Übergangscover und für maximal nieselige Tage (nicht das, was in Hamburg zB als Regen gilt) reicht der Cold-Weather-Insert völlig aus. Er passt auch prima unter gängige Tragejacken, falls diese nicht gerade hauteng sitzen. Mit 360g/m² Polarfleece, der nach der Wäsche superfix wieder trocken ist, ist der CWI ein echtes Heizöfelchen.




Weil es ja aber nicht immer nur trocken ist, und weil ich auch dann draußen unterwegs bin, wenn es regnet, finde ich die Ergänzung mit dem All-Weather-Cover perfekt. Das ist leicht, dünn, lässt sich superklein zusammenfalten und frisst daher kaum Platz in der Handtasche. Winddicht und regenfest ist es außerdem. Gut, eine Demo mit Wasserwerfer würde ich damit nicht aufsuchen, aber das verbietet sich mit Tragekind ja von selbst. Für den gemeinen Berliner Pladderregen jedenfalls reicht es locker, und den Härtetest an der Nordsee darf es dann im Frühjahr auch noch antreten. Das All-Weather ist für Bauch- und Rückentrageweisen geeignet, es wird mit Bändern und Schlaufen befestigt und hat als besonderen Clou noch einen Südwester mit langem Nackenschutz fürs Kind und zwei zuknöpfbare Taschen für Schnickschnack. Die Nackenweite und die Coverlänge werden klassisch mittels Kordeln reguliert.Das All-Weather-Cover besteht aus 100% Polyester (Obermaterial und Innenfutter) und verfügt über eine wind- und wasserdichte, atmungsaktive Polyurethan-Membran (Wassersäule > 5000mm). Es passt natürlich auch über andere Fleececover als das CWI, und im Frühling und im Herbst reicht es, sofern die Temperaturen nicht allzutief sind, sicher auch mal als alleiniges Cover aus.

In Kombination ersetzen diese beiden immer noch keine Tragejacke, sie sind allerdings eine wirklich gute Alternative.